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Sportlexikon

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Futsal

Futsal ist eine Variante eines herkömmlichen Fußballspiels, welches auf einem Hartplatz ausgetragen wird, der von den Dimensionen her kleiner als ein Fußballfeld ist und sich hauptsächlich in Innenräumen befindet. Es kann als eine Version eines Fünf-gegen-Fünf-Kleinfeld- oder Hallenfußballspiels betrachtet werden. Futsal wird mithilfe von zwei Mannschaften aus jeweils fünf Spielern gespielt, von denen einer der Torhüter ist. Außerdem ist eine unbegrenzte Anzahl an Spielerwechsel erlaubt. Im Gegensatz zu anderen Formen von Hallenfußball wird das Spiel auf einer harten, durch Linien begrenzten Spielfeldfläche ausgetragen. Wände oder Banden kommen nicht zum Einsatz. Futsal wird auch mit einem kleineren, härteren Ball gespielt. Durch den speziellen Untergrund und Ball sowie anderen Regeln spielen Faktoren wie Ballkontrolle und Passspiel auf engstem Raum eine besonders wichtige Rolle, um in dieser Sportart erfolgreich zu agieren. Der BBC-Fußballautor Alistair Magowan meinte einmal dazu: „Der Schwerpunkt liegt auf Improvisation, Kreativität und Technik.“

Die Bezeichnung „Futsal“ stammt vom spanischen Wort „Fútbol Sala“ oder auch „Fútbol de Salón“ sowie vom portugiesischen Namen „Futebol de Salão“ ab. Der Begriff wird gemeinhin als „Hallenfußball“ übersetzt, eine wortwörtliche Bezeichnung entspreche jedoch eher „Saal-/Salon-Fußball“. Während der zweiten Weltmeisterschaft in dieser Sportart, welche 1985 in Madrid stattfand, wurde der spanische Name „Fútbol Sala“ verwendet. Seitdem wurden alle anderen Namen offiziell und international in Futsal umgeändert. Die Namensgebung ist auf einen Streit zwischen FIFUSA (dem Vorgänger der AMF) und der FIFA zurückzuführen. FIFUSA hat 1985 das Wort „Fut-sal“ (Madrid, Spanien) registrieren lassen. Seither verwendet die FIFA diesen Begriff ebenfalls. Der Name wurde mit „Calcio a 5“ oder „Football Sala“ ins Italienische sowie mit „Football de Salle“ ins Französische übersetzt. Futsal erfreut sich mittlerweile großer Popularität. Spiele werden regelmäßig im Fernsehen übertragen und auch große Wettanbietern wie Betway sowie diverse Marken der Kindred Group haben diese Sportart schon längst in ihr Sportwetten-Portfolio übernommen.

Was die Administration betrifft, so existieren derzeit zwei Verwaltungsorgane: Die sogenannte Asociación Mundial de Fútsal (AMF) sowie die FIFA. AMF und FIFA sind verantwortlich für die Aufrechterhaltung und Verwaltung der offiziellen Spielregeln ihrer jeweiligen Futsal-Versionen. Die wichtigsten Regeln im Überblick:

Abmessungen des Spielfelds: Mindestens 25 m × 16 m bzw. maximal 42 m × 25 m.

Spielball: Ballgröße 4, Umfang 62-64 cm, Gewicht zwischen 400-440 g zu Beginn des Spiels. Ab einer Höhe von 2 m darf der Rückprall nicht niedriger als 50 cm oder höher als 65 cm sein. Spieldauer: Es gibt zwei Halbzeiten von jeweils 20 Minuten, in denen die Zeit während Unterbrechungen anhält. Zwischen den beiden Halbzeiten gibt es eine Pause von 15 Minuten. Jede Mannschaft darf eine Auszeit von einer Minute pro Hälfte in Anspruch nehmen. Einige untere Ligen und Turniere verwenden Halbzeitlängen von 24 Minuten und lassen dabei die Uhr weiterlaufen. Anzahl der Spieler: Es existieren pro Team fünf Spieler am Feld, wobei einer davon als Torwart fungiert. Die maximale Anzahl an Spielern, die für jedes Spiel verwendet werden dürfen, beträgt 12. Auswechslungen können unbegrenzt durchgeführt werden und geschehen fliegend wie beim Basketball. Fouls: Alle direkten Freistöße zählen als kumulierte Fouls. Ein direkter Freistoß wird für Treten, Stolpern, Aufstützen, Springen, Schieben, Schlagen, Rutschen, Halten, Spucken und absichtlichem Handspiel vergeben. Indirekte Freistöße, wie für gefährliches Spiel oder Behinderung, gelten nicht als kumulierte Fouls. Eine Mannschaft wird vom Schiedsrichter verwarnt, sobald sie fünf kumulierte Fouls in einer Spielhälfte begeht. Karten: Vorsicht ist geboten bei unsportlichem Verhalten, Dissens, Missachtung der Distanz bei einem Wiederanpfiff, übermäßiger Verzögerung bei Wiederanpfiff, anhaltender Regelverstöße oder falschem Betreten/Verlassen des Spielfeldes. Ein Spieler oder Ersatzspieler kann wegen groben Fehlverhaltens, gewalttätigen Aktionen, Spuckens, Verhinderns einer klaren Torchance, Fluchens sowie nach Erhalt einer zweiten Verwarnung verwiesen werden. Vom Platz verbannte Spieler müssen das Spielfeld verlassen und ihr Team muss zwei Minuten lang, oder bis das andere Team ein Tor erzielt, in Unterzahl spielen.

Freistöße: Wird von der Stelle der Zuwiderhandlung oder auf der Linie jenes Strafraums, der der Zuwiderhandlung am nächsten liegt, (indirekt) ausgeführt. Alle Gegner müssen mindestens 5 m vom Ball entfernt sein. Der Freistoß muss innerhalb von vier Sekunden erfolgen oder dem anderen Team wird ein indirekter Freistoß zugesprochen.


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