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Speed-Klettern: Wo Geschwindigkeit und Strategie über den Sieg entscheiden

Speed-Klettern an der Wettkampfwand – Tempo, Präzision und Strategie

Speed-Klettern ist ein atemberaubender Schlagabtausch zwischen Körper und Geist. Eine Disziplin, in der reine Muskelkraft allein nicht zum Sieg reicht. Die beste Eigenschaft dieses Sports liegt in der explosiven Vereinigung von körperlicher Stärke, Reaktionsfähigkeit und strategischer Bewegungsplanung.

Stellen Sie sich vor, Sie wetten online auf ein spannendes Sportereignis, z.B. bei live wetten - Vave. Auf der einen Seite steht die pure, kontrollierte Kraft eines Gewichthebens. Auf der anderen die blitzschnelle Reaktion eines Sprintstarts. Und als dritter Faktor kommt die taktische Cleverness eines Schachspielers hinzu. Wo könnten diese gegensätzlichen Eigenschaften wohl gleichzeitig gefragt sein? Die überraschende Antwort liegt wirklich im Speed-Klettern.

Wo könnten diese gegensätzlichen Eigenschaften wohl gleichzeitig gefragt sein? Die überraschende Antwort liegt wirklich im Speed-Klettern. Während bei Sportwetten oft auf das „Ob“ gesetzt wird, geht es beim Speed-Klettern um das „Wie schnell." Eine Frage von Sekundenbruchteilen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Was ist Speed-Klettern überhaupt?

Speed-Klettern, oft auch als Speed-Sourcing bezeichnet, ist eine hochdynamische Wettkampfdisziplin des Sportkletterns. Das Ziel ist denkbar einfach... Eine standardisierte Route an einer speziellen, oft leicht überhängenden Wand. Oder auch eine anspruchsvolle Outdoor-Route so schnell wie möglich zu bezwingen.

Bei Wettkämpfen klettern zwei Athleten parallel an identischen Wänden. Sie sind nur getrennt durch eine Linie. Es ist ein direkter Duell-Charakter, der das Adrenalin in die Höhe treibt. Die Routen sind dabei in Schwierigkeit und Griffabfolge genau festgelegt.

Die magische Grenze: Unter 5 Sekunden

Die Entwicklung in den letzten Jahren ist atemberaubend. Die Weltbesten klettern die 15-Meter-Wand regelmäßig in unter 6 Sekunden. Der aktuelle Weltrekord der Männer liegt bei unglaublichen 4,90 Sekunden, der der Frauen bei 6,25 Sekunden (Stand 2023). Diese Zeiten zeigen, dass es hier um hundertstel Sekunden geht. Ein Stolperer, ein unsicherer Griff, ein minimaler Koordinationsfehler und der Sieg ist weg. Diese Präzision auf Höchstgeschwindigkeit macht die Faszination aus.

Wie startet man mit Speed-Klettern?

Der Einstieg erfordert Geduld und System. Man stürmt nicht einfach los, sondern baut die Fähigkeiten Schritt für Schritt auf.

1. Die Basis an der Kletterwand legen

Alles beginnt mit den absoluten Grundlagen des Sicherns und Kletterns in einer Kletterhalle. Sicherheit steht an erster Stelle! Bevor du an Geschwindigkeit denkst, musst du die Bewegungsabläufe des Kletterns verinnerlichen. D.h. Fußarbeit, Körperspannung, Grifftechnik. Nutze normale Kletterrouten, um ein Gefühl für die Wand und deinen Körper zu bekommen.

2. Die drei Säulen des Trainings

Sobald die Basics sitzen, kannst du gezielt für Speed trainieren. Dies konzentriert sich auf drei Kernbereiche:

Koordination: Dein Gehirn und deine Muskeln müssen Bewegungen ohne Nachdenken auszuführen. Das Üben der exakten Speed-Routen-Sequenz ist hier zentral.

Explosivkraft: Kurze, maximale Kraftanstiege sind alles. Training mit Zusatzgewicht, dynamische Züge (Dynos) und spezifische Finger- und Armkraftübungen stehen auf dem Plan.

Bewegungstechnik: Jede Bewegung wird analysiert. Wie setze ich den Fuß am schnellsten? Wie übertrage ich den Schwung von einem Zug zum nächsten? Es geht um Effizienz in Perfektion.

3. Der Weg in den Wettkampf und an den Felsen

Nach ausreichendem Training kannst du an ersten kleinen Wettkämpfen teilnehmen. Die Atmosphäre ist anders, der Druck höher – eine wertvolle Erfahrung. Parallel dazu lockt das „Speed-Sourcing“ in der Natur. Bekannte, relativ einfache Routen an echten Felsen werden dann auf Zeit geklettert. Hier kommt eine weitere Dimension hinzu: der Umgang mit dem Gestein, Wind und Wetter. Das erfordert Anpassungsfähigkeit.

Die richtige Ausrüstung

Für den Anfang reicht die normale Kletterausrüstung: Gurt, Kletterschuhe, Magnesium und ein Sicherungsgerät. Im Wettkampf kommen dann spezielle Speed-Kletterschuhe mit dünnerer Sohle für mehr Sensibilität. Aber oft auch spezifische, leichtere Gurte zum Einsatz. Die Sicherung erfolgt über ein automatisches Top-Rope-System.

Die Psyche des Speed-Kletterers

Die mentale Komponente ist enorm. Ein Rennen wird oft am Start gewonnen oder verloren. Die Konzentration muss absolut sein, fast wie bei einem Sprintstart im Leichtathletik. Der Kopf muss leer sein von Zweifeln, der Körper bereit wie eine gespannte Feder. Visualisierung ist ein key Tool. Der Athlet sieht den perfekten Lauf immer und immer wieder vor seinem inneren Auge, bis jede Bewegung ein Muskelgedächtnis wird. Die Fähigkeit, nach einem Fehlstart oder einer Niederlage sofort wieder voll da zu sein, zeichnet die Champions aus.

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